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2.Audi Club International Treffen in Neckarsulm erfolgreich beendet

Der Audi Club International e.V. (ACI) veranstaltete, mit Unterstützung der Stadt Neckarsulm, sein zweites internationales Treffen mit allen von ihm vertretenen Marken. Die Veranstaltung fand vom 11.-13.09.2015 auf dem Pichterich-Gelände in Neckarsulm statt. Angereist waren Fahrzeuge aus der umfangreichen Historie der Marke Audi. Angemeldet hatten sich Teilnehmer aus ganz Deutschland, USA, Norwegen, Dänemark, Belgien, Niederlande und der Schweiz.

 

Der Schirmherr, Oberbürgermeister Joachim Scholz, eröffnete die Veranstaltung offiziell am Freitagabend im Festzelt am Pichterich- Gelände. „Das Treffen des Audi Clubs International lässt die Firmen- und Fahrzeughistorie der Audi AG Revue passieren und erweckt damit zugleich ein bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte zum Leben“, unterstrich OB Scholz. „Die präsentierte Modellvielfalt zeigt anschaulich, wie es der Traditionsmarke NSU und später Audi gelungen ist, die Technikgeschichte am Standort Neckarsulm immer wieder aufs Neue zu revolutionieren.“    

 

Für die abendliche Unterhaltung am 11.09.2015 wurde der Künstler Mr. Jones verpflichtet. Mit markanter Stimme holte er das Publikum in die besten Stimmungen der 80er- und 90er-Jahre. Ein Typ mit Hut und Krawatte.

 

Auf dem Veranstaltungsgelände am Pichterich-Gelände wurden ab Freitagnachmittag drei Show-Cars der Audi AG ausgestellt. Die Besucher konnten folgende Fahrzeuge  bewundern:

 

a)    Audi A1 clubsport quattro

Er macht den Eindruck, als würde er auf dem Weg zum ersten Roll-out auf der Rennstrecke gerade frisch lackiert aus der Werkstatt kommen. Der Audi A1 clubsport quattro ist ein Einzelstück von atemberaubender Dynamik, strikt ans technische Limit hin gebaut.

Das Herz des Audi A1 clubsport quattro ist ein klassischer Benzinmotor von Audi – ein Fünfzylinder mit 2,5 Liter Hubraum, Turboaufladung und Direkteinspritzung. Im Vergleich zu seiner Ausgangsbasis im Audi TT RS und RS 3 Sportback ist die Leistung des TFSI noch einmal drastisch auf 370 kW (503 PS) und 660 Nm gewachsen. Der maximale Output des Motors steht von 2.500 bis 5.300 Touren bereit.

 

Der A1 clubsport quattro setzt auch mit einem Gesamtgewicht von nur 1.390 Kilo­gramm ein Ausrufezeichen. Das kraftvolle Aggregat katapultiert das Auto in 3,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Ein Sechsgang-Handschaltgetriebe und der permanente Allradantrieb quattro, beide vom TT RS übernommen und verstärkt, liefern die Kraft auf alle vier Räder. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt.

 

Das Audi-Showcar rollt auf Niederquerschnitts-Reifen im Format 255/30, die auf 19 Zoll-Leichtmetallräder mit individuellem Turbinendesign aufgezogen sind. Hinter den Rädern sitzen große innen belüftete Scheibenbremsen. Die gelochten Kohlefaser-Keramik-Scheiben an der Vorderachse werden von Sechskolben-Sätteln angepackt, an der Hinterachse arbeiten große Stahlscheiben. Das Gewindefahrwerk des A1 clubsport quattro hat eine einstellbare Druck- und Zugstufendämpfung.

 

b)    Audi A3 TDI clubsport quattro

 

Der Audi A3 TDI clubsport quattro teilt seine Power selbstbewusst mit – akustisch durch einen klangvollen Auspuff und optisch durch eine Reihe spezieller Teile an der Karosserie und im Interieur. Exterieur-Komponenten wie ein großer Heckflügel im DTM-Look und geschraubte Radhausverbreiterungen vermitteln einen dynamischen Auftritt, im Interieur sind Rennschalensitze und eine offene Schaltkulisse aus Aluminium die Highlights.

Das Showcar ist ein Hightech-Sportwagen. Das Sechsgang-Getriebe und der Allradantrieb quattro leiten die Kräfte auf Räder im 20-Zoll-Format. An der Vorderachse übernehmen Sechskolben-Bremssättel und Keramik-Scheiben die Verzögerung. Das Fahrdynamiksystem Audi drive select erlaubt dem Fahrer, die Kennlinie der Gasannahme, den Auspuffklang, die Servo-Unterstützung der Lenkung, die Eingriffsschwellen des Stabilisierungssystems ESP und die Arbeitsweise der Stoßdämpfer frei zu variieren. Bei den Dämpfern kommt die Technologie Audi magnetic ride zum Einsatz, die blitzschnelle Reaktionen auf die jeweilige Fahrsituation möglich macht.

 

Der Audi A3 TDI clubsport quattro hat einen Motor, der aus zwei Liter Hubraum satte 165 kW (224 PS) Leistung holt. Mit 450 Nm Drehmoment verleiht er dem Premium-Kompakten die Durchzugskraft eines Sportwagens. Das Triebwerk beschleunigt den Audi A3 TDI clubsport quattro von 0 - 100 km/h in 6,6 Sekunden und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

 

c)     TT-Studie

 

Der Veranstaltungssonnabend startete um 9.15 Uhr mit einer touristischen Ausfahrt, welche durch verschiedene Städte und Gemeinden (Liste untenstehend) in den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe führte. Stand der Anmeldeliste war ein bunter Strauß von Fahrzeugen aus der Historie und der aktuellen Fertigung der Audi AG. Die beteiligten Gemeinden konnten sich auf DKW-, NSU- und Audi-Fahrzeuge unterschiedlicher Modelle und Baujahre freuen. Ältestes Fahrzeug war ein DKW F5 aus dem Jahr 1936, weiterhin waren verschiedenste Fahrzeugvertreter aus den 60er-90er Jahren und aus der aktuellen Audi-Fahrzeugpalette dabei. Angeführt wurde das Feld von Thomas Frank, Leiter Audi Tradition.

 

Abschluss der Ausfahrt war die Ankunft der Fahrzeuge auf dem Marktplatz und der Marktstraße der Stadt Neckarsulm. Ab 12.45 Uhr stellte ACI-Vorstand Thorsten Schache eine kleine Auswahl der Fahrzeuge der Öffentlichkeit vor. Unter den Fahrzeugen waren auch alle präsentierten ehemaligen Rallyefahrzeuge

 

Ein weiterer Programmpunkt der Veranstaltung waren die Demo-Runden von Rennfahrern und der Gleichmäßigkeitsslalom der Teilnhemer auf dem Heilbronner Verkehrsübungsplatz Wolfszipfel Ab 14 Uhr wurden die Gleichmäßigkeitsprüfungen auf dem vom Motorsportclub Heilbronn gesteckten Kurs durchgeführt. Im Anschluss feuerten Rallyelegende Harald Demuth, „PS-Zauberer“ Kurt Brixner, Wolf-Dieter Ihle mit Team und Jens Huth mit diversen ehemaligen Rennfahrzeugen über den Kurs. Die Zuschauer konnten sich über folgende Fahrzeuge freuen:

 

a)     Audi Sport quattro S1 (E2) Gruppe B – 476 PS

0-100 km/h 3,1 Sekunden

Dieses Fahrzeug ist eines von nur 20 von Audi Sport aufgebauten Wettbewerbsfahrzeugen der Gruppe B und das erste in einem Weltmeisterschaftslauf eingesetzte von insgesamt nur acht bei Veranstaltungen verwendeten Fahrzeugen.

 

b)    Audi quattro A1 Gruppe B – 340 PS

Dieser Typ war der Nachfolger des Audi quattro Gruppe 4 und wurde von Audi Sport von Januar bis Mai 1983 eingesetzt. Insgesamt wurden 11 dieser Fahrzeuge aufgebaut

 

c)     Audi 80 Gruppe 2

Audi stieg im Jahr 1979 offiziell in die Rallye-Weltmeisterschaft ein. Dieses Fahrzeug ist eines der insgesamt vier gebauten Werkswagen der Gruppe 4. Es wurde mit dem Kennzeichen IN-NS 23 am 21.02.1979 auf die Audi AG zugelassen und sofort bei der Sachs-Winter Rallye eingesetzt. Beim ersten Einsatz in der Rallye WM, der Rallye Portugal im März 1979, erreichte es mit den Fahrern Harald Demuth/Arwed Fischer gleich einen 6. Platz im Gesamtklassement und damit die ersten Weltmeisterschafts-punkte in der Historie von Audi. Der damalige Werksfahrer Harald Demuth wird das Fahrzeug über den Parcours steuern.

 

 

d)    Audi 200 quattro Gruppe A – 325 PS

0-100 km/h 4,0 Sekunden

Das Fahrzeug wurde von Jens Huth originalgetreu in rund 8.000 Arbeitsstunden mit viel Liebe zum Detail aufgebaut. Es ist dem Original vom zweimaligen britischen Rallyemeisterteam David Llewellyn/Phil Short detailgetreu nachempfunden.

 

e)     NSU-BRIXNER-SPYDER

Gefahren vom Konstrukteur des Fahrzeuges Kurt Brixner

 

Die Zuschauer konnten in abgesperrten Bereichen die Veranstaltung verfolgen und eifrig Fotos schießen

 

Nach den motorisierten Fahrten, stand für die kleinen Audi-Fans ein Bobbycar- und Kettcar-Rennen auf dem Programm. Selbstver-ständlich traten die Kids standesgemäß im Audi-Bobbycar bzw. Audi-Kettcar gegeneinander an. Wie im Motorsport üblich, wurden die ersten drei Sieger mit einem Pokal von Harald Demuth ausgezeichnet.

 

Der Samstagabend wurde mit Boxenstoppatmosphäre bei Leckereien der Schwäbischen Küche und frisch Gezapften bei Rennmusik ausklingen gelassen. Für musikalische Untermalung sorgten Chris und Mike von den M*bates. Charakteristisch war die raue Stimme von Chris und der zweistimmige Gesang mit Bruder Mike – zwei Stimmen, wie sie sich nur bei Brüdern ergänzen können.

Nach dem Frühstück am Sonntag machten sich die Teilnehmer auf den Weg ins Neckarsulmer Zweiradmuseum. Der Eintritt war kostenfrei und wurde vom Audi Club International übernommen.

Die Teilnehmer hatten wieder einmal eindrucksvoll dargestellt, aus welcher Fahrzeugvielfalt die Gemeinschaft des Audi Club International besteht.